Zur Vergewaltigung geboren? Fritzl-Psychiaterin im Interview

Josef Fritzl sperrte seine Tochter 24 Jahre lang im Keller ein, vergewaltigte sie unzählige Male und zeugte mit ihr sieben Kinder, von denen eines nach der Geburt starb. Er wurde des Mordes durch Unterlassung, der Sklaverei, der Vergewaltigung, des Freiheitsentzuges und des Inzestes für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Inzwischen ist es fünf Jahre her, dass seine Tochter befreit wurde. Eine grausame Tat, zu der jedoch bei weitem nicht nur „kranke Monster“ in der Lage sind. Wir haben mit Dr. Heidi Kastner, der psychiatrischen Gutachterin im Fall Fritzl, gesprochen. Weiterlesen…

3 Gedanken zu „Zur Vergewaltigung geboren? Fritzl-Psychiaterin im Interview“

  1. Interessantes Interview mit einer Fachfrau.

    Zitat: „Für Laien ist es schwer verständlich, dass jemand Inzest oder Mord begehen kann, ohne dass er psychisch krank ist.
    Kastner: Man kann auch furchtbare Dinge tun, ohne höhergradig abnorm oder krank zu sein. Dann trifft man die gezielte Entscheidung, gegen Regeln zu verstoßen – meistens zur Verbesserung der eigenen Situation und zur Maximierung des eigenen Vorteils.“

    Genau! Und wer – wie viele der Missbraucher – gezielt (und in der Regel wiederholt!) die Entscheidung trifft, gegen die bestehenden Gesetze zum Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt zu verstoßen, der ist kein „Opfer“ (beispielsweise seiner vermeintlichen „Triebe“ oder der „Verführung“ durch das Kind usw.), sondern der nimmt den Gesetzesbruch IM EIGENEN INTERESSE wissentlich und bewusst in Kauf. Und sollte in einem RECHTSstaat auch endlich adäquat dafür zur Verantwortung gezogen werden.

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