5 Gedanken zu „Tochter wirft Klaus Kinski jahrelangen Missbrauch vor“

  1. Verena Lueken hat in der FAZ einen tollen Artikel zu Pola Kinskis Veröffentlichung geschrieben! Darin schreibt sie u.a.:

    Als Pola Kinski, da ist sie neunzehn, schließlich ihrer Mutter erzählt, was sie erlitten hat, sagt die: „Ich hab es mir ja schon immer gedacht. Du kamst jedes Mal so verstört aus Rom.“ Und als Klaus Kinski 1991 stirbt, sagt diese Mutter noch: „Ach, ich bin ihm nicht böse, er war schon ein toller Kopf.“

    Ohne sein eigenes Männlichkeitsgebrüll ist Kinski nur ein gewalttätiger Wicht.

    Zum Beispiel nimmt der große Mann, als er Einbrecher im Haus zu hören meint, Frau und Tochter mit, um sie zu jagen.

    Pola beschreibt in einer bilderreichen, teilweise bestürzend drastischen Sprache die Mechanik, nach der aller Missbrauch vonstattengeht. Die Schmeicheleien, die bei dem Kind, das sich ungeliebt fühlt, auf eine Sehnsucht treffen, die dann ausgebeutet wird; der Pakt zur Verschwiegenheit; die Schuldgefühle, die durch diese vermeintliche Komplizenschaft beim Opfer ankommen, wo sie nachweislich nicht hingehören; die Drohungen. (…) Die vollkommene Entfremdung vom eigenen Körper, die Taubheit, die Pola als Jugendliche überfällt. Wie sie sich tot stellt, wenn ihr Vater sie anfasst. Wie Selbsthass und Selbstzerstörung ihren Lauf nehmen. Am größten ist der Ekel. Er ist eines der immer wiederkehrenden Gefühle Polas.

    Klaus Kinski hätte ins Gefängnis gehört. Und wir hätten dann ein paar Jahrzehnte früher angefangen, über den sexuellen Missbrauch von Kindern öffentlich zu sprechen.

    Quelle: Verena Lueken, FAZ.net, 12.01.2013 (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/pola-kinskis-erinnerungen-alles-ueber-meinen-vater-12022086.html)

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  2. @Miss Marple,
    stimmt! Man sieht es Tätern nicht an, weder am Blick noch am Auftreten in der Öffentlichkeit. Im Gegenteil, sie sind Meister der Tarnung und Manipulation ihres soz. Umfeldes, das macht es so schwer, sie aufzuspüren und zu enttarnen.

    Danke, dass darauf noch mal hingewiesen wurde, um die Öffentlichkeit aufzuklären!!!

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  3. Natürlich wundert das keine_n von uns. Dennoch: Die Täter erkennt man nicht am „irren Blick“ oder unflätigem Benehmen. Im Gegenteil! Die meisten von ihnen tarnen sich als „ganz normale_r“ Mann/Frau. Das muss endlich mal in die Köpfe rein: Ein_e Missbrauchstäter_in sieht nicht aus, wie du dir eine_n Missbrauchstäter_in vorstellst!

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  4. Warum nur wundert mich das nicht. Dieser „Mensch“ war mir schon immer unheimlich und wirkte auf mich wie ein „Teufel“. Kein Schauspieler kann derart perverse und abartige Rollen spielen, würde er sie nicht auch in sich tragen.
    Ich habe mir nie einen Film, in dem er mitspielt, ansehen können. Allein diese irre Augen sagen schon alles!! Seine Mimik unterschied sich nicht im geringsten als Privatperson gegenüber den „Rollen“, die er in Film und Fernsehen „spielte“. Sobald ich diesen Typen in der Flimmerkiste sah, musste ich wegzappen, um nicht einen kalten Schauer über den Rücken zu bekommen.

    Sehr mutig von seiner Tochter, damit in die Öffentlichkeit zu gehen und dieses Schwein zu demaskieren!!! Und ich hoffe, dass ihr Buch ein Bestseller wird!!!

    Sarah Mohn

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