Franz Walter über die Pädophilie-Debatte: „Es widert mich an“

Die Zwischenergebnisse einer Studie über Pädophilie in den deutschen Parteien sorgen für Aufregung – Ex-FDP-Generalsekretär Günter Verheugen spricht sogar von einer „Riesensauerei“. Studienleiter Franz Walter antwortet in einem Gastbeitrag auf seine Kritiker. Weiterlesen…

2 Gedanken zu „Franz Walter über die Pädophilie-Debatte: „Es widert mich an““

  1. Endlich mal jemand mit Stehvermögen, der sich nicht von den Möchtegern – Großkotz – Parteifunktionären kleinkriegen lässt, sondern die wahren Opfer jener Zeit in den Mittelpunkt seiner Empathie rückt, das Verbrechen an ihnen anspricht – und sich nicht wissenschaftlich – forschungstechnisch in Zahlen- und Statistik – Verrenkungen verliert.

    Es bräuchte so viele Menschen mit einem Stehvermögen wie Franz Walter vorlebt!!! Keine Schwätzer und Versprecherblender, sondern Leute, die aufhorchen, hinhorchen und reagieren, unabhängig von dem, was Großkotzige gerne hören würden, unabhängig dessen, ob ihm das selbst zum Nachteil gelangen würde!!!
    Klare Postition zeigen jenigen gegenüber, die bis heute immer noch verborgen für sich ihr Leid tragen, das ihnen von Typen, die sich als „Kinderlieber“ bis heute nur all zu gerne verstanden wissen wollen, zugefügt worden ist.
    Was ist im Vergleich eines ruinierten LEBENS schon ein ruinierter RUF???
    Ja, es widert an!!!

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  2. Manche Aussagen/Zitate sind einfach so wichtig, dass sie besonders dokumentiert gehören. Dazu zählt aus der Stellungnahme des Parteienforschers und Politikwissenschaftlers Franz Walter folgende Passage:

    „Nur, wichtiger ist doch etwas ganz anderes: Die Diskussion, wie sie jetzt geführt wird, macht mich wirklich – wirklich – tieftraurig. Am Wochenende erhielt ich ein Schreiben von jemandem, der anonym bleiben möchte. Als erstes bedankt er sich für unser „Engagement gegen Kindermissbrauch“. Er ist in einem Kinderheim aufgewachsen, dort wie andere Kinder unzählige Male sexuell missbraucht worden. Zum Schluss dieser abgrundtief beklemmenden Schilderungen schreibt er: „Alle Kinder, die damals in dem Heim sexuell missbraucht wurden, haben heute keine Familie, leben allein oder sind ganz einfach kaputt.“

    Darum geht es. Immer wieder erreichen uns in den letzten zwei Monaten solche Briefe, erfahren wir von furchtbaren Grausamkeiten. Es ist fast unerträglich. Derjenige, der die Kinder im oben genannten Heim misshandelt hat, war Mitglied im Bundesvorstand der DSAP. Hier finden wir die „Riesensauereien“. Wir werden diese Leidensgeschichten der Kinder aufschreiben, mit aller Sensibilität. Wir werden auch über all diejenigen berichten, die die Kinder gequält haben.“

    DANKE, Herr Walter, für die Richtigstellung, wo die wirklichen „Riesensauereien“ zu finden sind, bzw. wer wirklich Opfer ist: Nicht die Politikerinnen und Politiker, die ihre einstmaligen Positionen heute nicht mehr wahr-haben wollen, auch nicht ihre Parteien, die sich heute gerne von ihrer Frühgeschichte lossprechen wollen, nein, die wirklichen Opfer sind die damaligen Kinder und heutigen Erwachsenen!

    Die „Riesensauerei“ ist nicht, dass nun öffentlich wird, was damals alles getan wurde, um den Schutz der Kinder vor sexualisierter Gewalt durch Erwachsene aufzuheben, sondern die „Riesensauerei“ ist noch immer die Tatsache der sexualisierten Gewalt an Kindern überhaupt! Es widert mich ebenso an wie Sie, dass dies – auch von den Medien – immer wieder vergessen, bzw. auf den Kopf gestellt wird.

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