Initiative Ehemaliger am Johanneum Homburg – Zum Scheitern der Mediation

„Opfer sexuellen Missbrauchs bedürfen besonderer Achtsamkeit. Ihnen und ihren Angehörigen müssen bei der Aufarbeitung von Missbrauchserfahrungen Unterstützung und Begleitung angeboten werden.“ Weiterlesen…

9 Gedanken zu “Initiative Ehemaliger am Johanneum Homburg – Zum Scheitern der Mediation

  1. Ja, lieber Bernd, es macht Sinn, etwas zu machen, aber ich verstehe, dass euch die Kraft verlassen will. Daher wünsche ich euch alle Kraft der Welt, um diesen Kampf durchzustehen!

  2. Die Demütigung der Opfer und Betroffenen von Seiten des Ordens gehen weiter. Folgende Aussage hat Pater Dr. Martin Kleer MSC dem Pilger gegenüber schriftlich getätigt. Auf die Frage, warum der Orden es bei der Aufklärung nicht so macht, wie es in Ettal gemacht wird, schrieb er:

    (…)“ Außerdem bestehe „ohne die Schwere der Missbrauchsfälle am Johanneum zu verharmlosen ein Unterschied zu Ettal auch in den Dimensionen des Missbrauchs, die in Ettal offensichtlich deutlich gravierender sind, so dass in Ettal ganz andere Maßnahmen erforderlich sind“.

    Der ganze Artikel ist hier zu finden: http://www.pilger-speyer.de/nachrichten/aus-dem-bistum/article/mediationsgespraeche-gescheitert/
    Den Kommentar der Autorin findet man hier: http://www.pilger-speyer.de/nachrichten/wochenkommentar/article/funke-der-hoffnung-erloschen/

    Aha, nun wissen die Betroffenen des Johanneums auch, dass sie wohl nur „Opfer 2. Klasse“ sind.

    Nach welchen Kriterien Kleer die „Dimensionen des Missbrauchs“ beurteilt, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht sollte der Herr Kleer mal Prozentrechnen üben, dann würde er erkennen, dass 8 von 16 ziemlich genau 50% sind. Und wenn 50% der Mitglieder eines Konvents übergriffig waren, sind das für mich Dimensionen, an die Ettal nicht heranreicht.

    Liebe Grüße
    Bernd Held

  3. Und zu all diesen miesen Spielchen der Kirche schweigt der Missbrauchsbeauftragte, die Politik, die Gesellschaft. Sie überlässt es den – sowieso schon schwer belasteten – einzelnen Betroffenen, dagegen anzugehen und für ihr Recht zu kämpfen. An jedem einzelnen Tatort. Und spielt so – bewusst oder unbewusst – der Kirche in die Hände. Schon alleine das zeigt, wie weit wir noch von einer Gesellschaft entfernt sind, die eindeutig zwischen Tätern und Opfern unterscheiden kann (oder will). Und das ist – nicht nur, aber auch – eine moralische Frage. Die Taten ebenso wie die Taktierereien der Kirche müssen empören – und nicht das Kämpfen der Betroffenen.

    Ich wünsche euch weiterhin Kraft und Zusammenhalt für euren schweren Weg!

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