Trauma und Bewältigung

Die Therapeutin Ellen Spangenberg möchte mit einer kleinen Informationsbroschüre dazu beitragen, sowohl Betroffenen als auch Fachleuten aktuelle Informationen über Traumatisierungen und deren Bewältigung zugänglich zu machen, um hierdurch Heilungsprozesse und Behandlungen zu erleichtern.

Hier gibt es die Broschüre: Klick!

Und hier noch ein Link zu einem Buch derselben Autorin: Klick!

Vielen Dank an Frau Spangenberg für die Erlaubnis, die Broschüre auf Mutmachen veröffentlichen zu dürfen!

1 Gedanke zu “

  1. Zur Ergänzung:

    „Wenn du ein Opfer von emotionaler Misshandlung bist, kann es keine Selbst-Hilfe geben, bis du Selbst-Bezüglichkeit lernst. Das bedeutet, deine eigenen Maßstäbe zu entwickeln, für dich selbst zu entscheiden, was „Güte“ wirklich ist. Die kalkulierten Bezeichnungen des Misshandlers zu übernehmen – „Du bist verrückt. Du bist undankbar. Es ist nicht so passiert, wie du sagst“ – setzt nur den Kreislauf fort.

    Erwachsene Überlebende von emotionaler Kindesmisshandlung haben nur zwei Wahlmöglichkeiten im Leben: lernen, sich auf sich selbst zu beziehen, oder ein Opfer bleiben. Wenn dein Selbstbild zerfetzt wurde, wenn du tief verletzt wurdest, und man dir das Gefühl gab, die Verletzung wäre nur deine Schuld, wenn du nach Anerkennung bei jenen suchst, die sie nicht verschaffen können oder wollen – spielst du die Rolle, die dir von deinem Misshandler zugewiesen wurde.

    Es ist Zeit, aufzuhören, diese Rolle zu spielen, Zeit, dein eigenes Manuskript zu schreiben. Opfer von emotionaler Misshandlung tragen das Heilmittel selbst in ihren Herzen und Seelen. Rettung heißt Selbst-Respekt lernen, den Respekt anderer verdienen, und diesen Respekt zu dem absolut unreduzierbaren erforderlichen Minimum für alle intimen Beziehungen zu machen. Für das emotional misshandelte Kind ergibt sich aus Heilung „Vergebung“ – Vergebung für dich selbst.

    Wie du dir vergibst, ist so individuell wie du es bist. Aber das Wissen, dass du es verdienst, geliebt und respektiert zu werden, und dich selbst zu ermutigen mit der festen Absicht, es zu versuchen, ist mehr als die Hälfte des Kampfes. Viel mehr.“

    Andrew Vachss
    http://www.vachss.de/mission/dispatches/disp_9408_a.html

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